


Die Ulu Cami, die Große Moschee, ist das Meisterwerk der frühen osmanischen Architektur in Bursa, um 1399 für Sultan Bayezid I. vollendet, der gelobt haben soll, nach seinem Sieg bei Nikopolis zwanzig Moscheen zu errichten, und sich stattdessen auf eine Moschee mit zwanzig Kuppeln einließ. Diese Kuppeln, in vier Reihen zu je fünf angeordnet und von zwölf mächtigen Pfeilern getragen, verleihen dem Inneren einen weiten, ruhigen, kathedralenartigen Raum. Ihr ungewöhnlichstes Merkmal befindet sich mitten im Gebetssaal: ein funktionierender Waschbrunnen (Sadirvan) unter einem offenen Oberlicht, sodass Tageslicht und das Rauschen des Wassers durch das Herz des Gebäudes fallen. Die Wände und Pfeiler tragen eine gefeierte Sammlung monumentaler osmanischer Kalligrafie, fast 200 Tafeln von meisterhaften Kalligrafen, was die Moschee zu einer lebendigen Galerie islamischer Schrift macht. Sie bleibt ein aktiver Ort der Andacht im belebten Geschäftszentrum, wenige Schritte vom Seidenmarkt entfernt.