


Wenige Kilometer außerhalb von Mardin, an ockerfarbene Hügel geschmiegt, ist Deyrulzafaran eines der ältesten noch aktiven Klöster der Syrisch-Orthodoxen Kirche, gegründet um das 5. Jahrhundert n. Chr. Sein Name bedeutet Safrankloster, verbunden mit der warmen Farbe seines Steins, und jahrhundertelang, vom 12. bis ins frühe 20., diente es als Sitz des syrisch-orthodoxen Patriarchats. Geführte Besuche leiten durch eine Kapelle mit einem alten Steinaltar, eine düstere unterirdische Kammer, von der man annimmt, dass sie das Christentum vordatiert und möglicherweise der Sonnenanbetung diente, gemeißelte Patriarchengräber und Räume, die alte liturgische Gegenstände und Druckpressen zeigen. Gottesdienste werden hier noch immer auf Aramäisch gesungen, der Sprache Jesu, was dem Ort eine seltene lebendige Kontinuität mit dem antiken Nahen Osten verleiht. Die Lage, gerahmt von trockenen Hügeln mit der Ebene dahinter, ist heiter und fotogen. Es ist eine kurze Taxifahrt von der Altstadt entfernt und passt natürlich zu einem Tag in Mardin.
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